Mediathek-Film (deutsch) – Fernsehkoch Chef Rubio besucht Cagliari

Der italienische Fernsehkoch Gabriele Rubini hat seine ganz eigene Art, die Besonderheiten der italienischen Küche vorzustellen. In seiner Sendung „Unti e Biunti“ (deutscher Titel „So isst Mann in Italien“, Sender DMAX) reist er als „Chef Rubio“ im Land umher, schaut sich Spezialitäten der Gegend an und fordert einen Einheimischen zum Kochduell heraus. Bei seinen regelmäßigen Reisen in die unterschiedlichen kulinarischen Regionen Italiens hat Chef Rubio auch Cagliari besucht. Dort hat ihn besonders die Fisch-Etage des Mercato San Benedetto fasziniert. Hier hat er auch seinen Duellpartner gefunden, mit dem er sich in der  Zubereitung des besten Fritto Misto misst. Dabei geht es unter anderem darum, Aale und Muränen so zu frittieren, dass sie außen besonders kross und innen noch besonders zart sind.

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Chef Rubio in einer Bäckerei, die sich auf die Herstellung leckerer Panadas di Assemini spezialisiert hat. Hier die Panada mit Aal.

In dem sehr interessanten und sehenswerten Video werden eine Reihe der wichtigsten Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichte aus dem Raum Cagliari (viele davon auf der ganzen Insel bekannt und beliebt) gezeigt. Stichworte sind: Pesce a scabecciu (sauer eingelegte Fische) Fregola mit Arselle, Ozeaddas fitte (frittierte Seeanemonen), Sa Burrida (Katzenhai in einer Essig-Nuss-Leber-Soße, das „Nationalgericht“ Cagliaris). Und auch die Herstellung der Panada mit Aal wird gezeigt.

Hier der Link zum etwa 45-minütigen Video auf Deutsch.

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Hier geht es um Scabecciu, frittierte Fische mit Essig-Tomatensoße, eines der vielen Fisch- und Meerestier-Gerichte, die Chef Rubio in dieser Folge zeigt.

Chef Rubio, der vor seiner Fernsehkarriere als Koch schon als Rugby-Spieler sehr erfolgreich war, setzt seinen recht derben Charme und Witz ein, schaut, wie die Menschen vor Ort die Gerichte zubereiten und versucht dann in einer Art Kochduell, eine der Spezialitäten besser zuzubereiten als die Einheimischen. Er gibt damit einen kurzweiligen und durchaus informativen Einblick in die Küche der jeweiligen Region. Und er verfällt nicht in eine beschönigende und folkloristische Sicht der Gegend und der Menschen. Sieht man von der etwas dick aufgetragenen „männlichen“ Schnoddrigkeit und Rauheit, die Chef Rubio im Umgang mit den Menschen an den Tag legt, ab, macht es durchaus Spaß, dieses Video anzuschauen.

 

Hinweis
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Chef Rubio fordert in dieser Folge zwei erfahrene Grillmeister heraus, die die „Cordha“, einen Zopf aus  Schafsdärmen, ganz traditionell über der aromatischen Holzglut zuzubereiten. Er selbst wählt einen modernen Elektrogrill – und verliert. Dafür muss er Culurgiones, die gefüllten Teigtaschen, so lange verschließen bis er diese Kunst beherrscht.

In der Ausgabe „Der Osten Sardiniens“, die hier schon vor einiger Zeit vorgestellt wurde, widmet Chef Rubio sich den Besonderheiten der sardischen Barbagia. Es geht um das das richtige Grillen des „Porceddu“  (Milchschweins) und der „Cordha“ (in anderen Regionen der Insel auch „Cordula“ genannten), eines mit Schafsdärmen umwickelten Fleischspießes sowie um die Zubereitung von „Pane Carasau“ und „Culurgiones de Patata“.

 

 

 

 

 

 

Text: Hans-Peter Bröckerhoff

Screenshots: DMAX Deutschland

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