In diesem Jahr gibt es beim Festival della Bottarga zum ersten Mal einen Workshop mit Verkostung für Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese deutschsprachige Veranstaltung in Cabras wird in Zusammenarbeit mit Slow Food Sardegna organisiert und am nächsten Sonntag, den 21. September 2025, um 11 Uhr vormittags stattfinden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aber um Anmeldung (siehe weiter unten) wird gebeten, damit die Veranstalter planen können. Der Veranstaltungsraum bietet für gut 40 deutschsprachige Liebhaber der sardischen Küche Platz.
Übersicht
Was bietet die deutschsprachige Veranstaltung in Cabras?
Das Programm steht mittlerweile. Unter dem Motto „Tradition und Innovation – Bottarga in der sardischen Küche“ wird Hans-Peter Bröckerhoff, der Autor dieser Zeilen und Herausgeber von SARDINIEN AUF DEN TISCH, durch die knapp eineinhalb Stunden führen und auch die Übersetzung vom Italienischen ins Deutsche und umgekehrt vornehmen. Dabei sind Fragen und Beiträge aus dem Publikum ausdrücklich erwünscht.
Als Experte des in Kooperation mit Slow Food durchgeführten Workshops wird Raimondo Mandis mitwirken. Raimondo war über lange Jahre Präsident von Slow Food Cagliari und arbeitet heute im sardischen Landesministerium für Tourismus, Handwerk und Handel (Assessorato del turismo, artigianato e commercio). Schon im letzten Jahr hat er auf dem Festival mit großem Erfolg Workshops veranstaltet. Unter anderem hat er dabei die Unterschiede zwischen der echten, aus dem Stagno di Cabras stammenden Bottarga und importierter Rohware erklärt und auch ganz neue Geschmackskombinationen mit der Bottarga vorgestellt.
Moderator und Experte werden nicht nur die wichtigsten Fragen rund um die sehr besondere Spezialität des Lagunendorfs Cabras an der Westküste Sardiniens beantworten. Sie werden auch zeigen, wie man eines der berühmten Gerichte der sardischen Küche, die Spaghetti alla Bottarga, richtig zubereitet. Das scheint zur zwar einfach zu sein, ist es aber nicht unbedingt. Und natürlich können alle Teilnehmer dieses wunderbare Gericht auch probieren.
Zwei zusätzliche Highlights wird diese deutschsprachige Veranstaltung in Cabras noch bieten. Zum einen wird der Sternekoch Salvatore Camedda den Teilnehmern Rede und Antwort stehen. Er ist in Cabras geboren und aufgewachsen, kennt also die traditionelle Verwendung der Bottarga von Kindesbeinen an. Heute ist er einer der wenigen sardischen Spitzenköche, die sich einen Michelin-Stern erkocht haben. Dabei hat er die Bottarga immer wieder auch in seiner kreativen und innovativen Küche eingesetzt.
Zum anderen wird es eine Verkostung zweier Weine geben, die ausgezeichnet zur Bottarga passen: Das ist einmal der traditionelle Vernaccia di Oristano und eine Neuentwicklung auf Basis eines modernen gekelterten Weins aus der Vernaccia-Traube. Ein Vertreter der Cantina Contini aus Cabras wird bei dieser Verkostung die Besonderheiten der Kombination aus Bottarga und Vernaccia erklären.
Es geht also in dem Workshop darum …
- wie die Bottarga di Muggine hergestellt wird,
- wie man sie in am besten genießt,
- welche Qualitätsunterschiede es gibt und wie man sie erkennt,
- wie sie in der traditionellen und in der innovativen sardischen Küche eingesetzt wird
- und welche Weine zu ihr passen.
Wo findet die Veranstaltung statt?
Die deutschsprachige Veranstaltung in Cabras findet auf dem Gelände der historischen Fischerei-Station Sa Pischera Mar’e Pontis statt. Diese liegt gut zwei Kilometer außerhalb vom Dorf an der Straße die in Richtung San Giovanni di Sinis führt, und ist gut ausgeschildert.
Dort gibt es nicht nur einen Veranstaltungsraum, sondern seit letztem Jahr auch ein kleines aber feines Museum zur Fischerei im Stagno di Cabras. In mehreren Sprachen (auch deutsch) wird die Geschichte der Lagunen-Fischerei von den feudalen Anfängen im Mittelalter bis in die heutige Zeit erzählt.
Was gibt es sonst noch auf dem Festival zu erleben?
Das gesamte Festival ist einen Besuch wert. Es gibt verschiedene weitere Workshops (in italienischer Sprache) und große Show cookings mit berühmten Küchenchefs und -chefinnen auf der Hauptbühne in Cabras selbst. Vier Restaurants bieten an ihren Ständen Bottarga-Gerichte an, Weinstände sowie viele Verkaufs- und Infostände runden das ganze ab. Zusätzlich gibt es noch mehrere Konzerte und die Möglichkeit, im Riesenrad über den Stagno di Cabras und das Dorf zu schauen und das Panorama zu genießen. Mein großer Bildbericht vom letzten Festival gibt einen Eindruck vom Charakter des Festivals.
Auf der Pressekonferenz für das Festival unterstrich Andrea Abis, der Bürgermeister von Cabras, dass dieses Festival eines von regionaler (sardinienweiter) und nationaler Bedeutung sei. Es zieht deshalb auch Besucher an, die von weit her kommen. Die beiden fremdsprachigen Workshops (am Samstag gibt es auch einen englischsprachigen) sollen zudem die zunehmende Internationalität der Gesamtveranstaltung unterstreichen
Wie und wo kann man sich anmelden?
Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Um die Veranstaltung richtig planen zu können und zu vermeiden, dass Interessenten anreisen und keinen Platz mehr finden, wird um Anmeldung gebeten. Das Ticket kann auf der Website (siehe unten) online gebucht werden.
Aber keine Angst, es sind mehr als 40 Plätze vorhanden. Deshalb ist davon auszugehen, dass viele Interessierte dabei sein können. Zumal ja nur ein kleiner Teil der kulinarisch interessierten Sardinienfreunde zurzeit auf der Insel ist. Und wer ohne Anmeldung kommt, kann natürlich auch teilnehmen sofern noch Plätze frei sind.
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Text: Hans-Peter Bröckerhoff
Fotos: hpb, Foto Peschera Mar ‚e Pontis: Sa Pischera ‚e Mar’e Pontis, Website www.festivalbottarga.it
Hier gehts zum Programm des Festivals:
Hier werden die Mitwirkenden auf dem Festival vorgestellt:
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Dieses Artikel ist wirklich empfehlenswert für alle, die sich für die sardische Küche und das Festival della Bottarga interessieren. Die detaillierte Vorstellung der deutschsprachigen Veranstaltung in Cabras mit Workshop, Verkostungen und den prominenten Teilnehmern wie Hans-Peter Bröckerhoff und Salvatore Camedda macht es sehr attraktiv. Besonders gut finde ich, dass die Organisation klar beschrieben ist und die Möglichkeit zur Anmeldung einfach zugänglich ist. Die Informationen über den Veranstaltungsort, die Lagunen-Fischerei und die weiteren Highlights des Festivals geben ein eindrucksvolles Bild und wecken das Interesse, selbst nach Sardinien zu reisen. Ein tolles Stück Kulinarik!