Ghisau – Sardischer Gulasch

Die Zutaten. Hier für zwei Personen.

Ghisau ist eigentlich nur das sardische Wort für Geschnetzeltes, deshalb hier die saloppe Übersetzung als sardischer Gulasch. So findet man das folgende Rezept manchmal auch mit anderen Fleischsorten, etwa Lamm oder Hühnchen. Aber meist ist heute – wenn von Ghisau die Rede ist – die Variante mit Rindfleisch gemeint.

Besonders geeignet für dieses sehr leckere Gericht ist das Fleisch der sogenannten Bue rosse, einer wieder entdeckten alten sardischen Rinderrasse, der razza sarda modicana, die im Norden von Oristano auf den Weiden des Monti Ferru gehalten wird – genau wie bei den Coiéttas, die  sardischen Rouladen. Aber natürlich kann das Gericht mit gutem Fleisch aller möglichen Rinderrassen zubereitete werden. Es ist deshalb auch eines der traditionellen sardischen Gerichte, die sich leicht auch zuhause nachkommen lassen.

Zutaten (für 4 Personen)
  • 800 g Rindfleisch
  • 500 g Kartoffeln
  • 300 g frische Tomaten (oder gut 200 g passierte Tomaten aus dem Glas)
  • 1 Zwiebel
  • Fleisch- oder Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
Zubereitung
  • Das Fleisch wie für ein Gulasch in Würfel schneiden, die Kartoffeln schälen und in ca. 2 bis 3 cm dicke Würfel schneiden. Die Tomaten enthäuten und in sehr kleine Stücke schneiden bzw. passieren, die Zwiebel schälen und klein hacken.
  • Olivenöl in einer Kasserolle erhitzen. Die Fleischstücke darin anbraten, bis sie von allen Seiten goldbraun geworden sind. Die Zwiebeln dazu geben und ebenfalls Farbe annehmen lassen. Dann die Tomaten dazu geben und das ganze 15 Minuten kochen lassen. Jetzt die Kartoffelwürfel, 1/2 TL Salz, etwas Pfeffer und einen Schöpflöffel Brühe dazu geben.
  • Das ganze etwa eine 3/4  Stunde lang köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren und kontrollieren, ob die Flüssigkeit nicht zu sehr eingekocht ist. Evtl. noch etwas Brühe dazu geben. Bevor das Gericht serviert wird, etwas ruhen und durchziehen lassen.
Zubereitung in Bildern

Text und Bilder: c) Hans-Peter Bröckerhoff

Zur Newsletteranmeldung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.