Torta di piselli – Omelett (Frittata) mit Erbsen

Gemüse wird in Sardinien gerne mit Ei kombiniert. (Wilder) Spargel, junge Saubohnen, Pilze und andere Gemüsesorten werden so zu einem schmackhaften Omelett, in der Regel „Frittata“ genannt, verarbeitet. Im folgenden Rezept wird aus Erbsen und geschlagenem Ei ein leckeres Omelett, welches hier als „Torta“ (Torte/Kuchen) bezeichnet wird – vielleicht weil es in diesem Fall im Backofen gegart wird. Das Rezept stammt aus dem 1994 erschienen großen und reich bebilderten Kochbuch „Cucina di Sardegna “ von Itala Testa.

Zutaten (als Vorspeise für 4-6 Personen, als Hauptspeise für 2-3 Personen)
  • 1 kg frische grüne Erbsen mit Schalen (oder 1/2 kg gefrorene)
  • 30 g Pancetta (Bauchspeck/Dörrfleisch)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2 Bund Blattpetersilie
  • ca. 3 EL Olivenöl
  • 2 Eier
  • optional 1/2 TL Zucker (in vielen Rezepten nicht enthalten
  • Salz
 Zubereitung
  • Frische Erbsen enthülsen und waschen, gefrorene Erbsen kurz abbrausen und gut abtropfen lassen.
  • Das Dörrfleisch klein würfeln, Zwiebel und Petersilie fein hacken.
  • Die Erbsen zusammen mit dem Speck, der Zwiebel, der Petersilie und 1 – 2 EL Olivenöl im zugedeckten Topf auf kleiner Flamme ca. 15 Minuten (bei zarten, jungen Erbsen kürzer, siehe Kommentar unten) köcheln (die Erbsen müssen noch „Biss“ haben).
  • Die Eier mit etwas Salz und (wenn gewünscht) 1/2 EL Zucker verquirlen und zu den Erbsen geben.
  • 1 EL Olivenöl in eine kleine für den Backofen geeignete Pfanne oder eine entsprechend metallene Formgeben und auf dem Herd erhitzen. Die Eier-Erbsenmasse dazu geben, kurz stocken lassen. , die Flamme herunter drehen und das Ganze noch ca.5 Minuten bei kleiner Flamme durchziehen lassen.
  • Danach im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 20 – 30 (bei zarten, jungen Erbsen kürzer, siehe Kommentar unten) Minuten backen.
  • Das Omelett etwas abkühlen lassen und auf eine Platte stürzen. Warm servieren. (Kann als Antipasto auch kalt gegessen werden.)
Tipp

Wenn die Frittata mit anderen Gemüsesorten gemacht wird, ist die Vorgehensweise jeweils ähnlich. Die Garzeiten können – je nach Gemüseart – variieren und auch die Zugabe von Dörrfleisch ist nicht immer vorgesehen. Bei Pilzen oder Spargel (statt des wilden kann man auch grünen Spargel nehmen) sollte auf das Dörrfleisch verzichtet werden. In der Spargel-Frittata auf dieser Website wird Schafskäse dazu gegeben. Etwa geriebener Pecorino sardo würde auch zum obigen Rezept passen und ist in manchen Rezepten auch zu finden.

Text: Hans-Peter Bröckerhoff

Foto: Gianflorest Pani

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2 Kommentare

  1. Die armen zarten Erbsen: erst 15 Minuten in der Pfanne köcheln, dann noch 20 Minuten im Backofen! Auch das Omelett erst in der Pfanne und dann im Ofen zu backen, halte ich für überflüssig.
    Stattdessen:
    Einfach den Speck auslassen, die Zwiebeln darin kurz schmoren.
    In eine Form (Silikon geht gut) die aufgetauten Erbsen mit Kräutern und Gewürzen hineingeben. Die verklepperten, gewürzten Eier mit etwas geriebenen Pecorino darüber schütten und ab in den vorgeheizten Ofen. Die Erbsen werden gut gekocht, die „Torte“ ist stabil und wenn man gegen Ende der Backzeit noch etwas Pecorino darüber gibt, besonders lecker.
    Ich habe es ausprobiert – als Vorpeise für zwei Menschen ausreichend, sonst etwas knapp.

    • Danke für den Hinweis, Frau Meißner-Ohl, mit zarten, jungen Erbsen kann (sollte) man das ganze sicherlich mit kürzeren Kochzeiten zubereiten. Dieses Rezept kommt aus den sehr frühen Zeiten meiner Beschäftigung mit der sardischen Küche. Es stammt aus einem alten Kochbuch und ist vielleicht nicht kritisch genug ausprobiert worden. Die Spargel-Frittata, die ich später auch auf die Seite gestellt habe, sieht gar keine Backofenzeit vor. Dort wird die Frittata in der Pfanne vorsichtig gewendet. Ich habe oben Hinweise auf kürzere gGarzeiten für junge Erbsen eingefügt.

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