Das beste Eis Sardiniens gibt es (laut Gambero Rosso) in der Eisdiele “I Fenu” in Cagliari

Mit heimischen Zutaten produziert Fabrizio Fenu Eiscreme-Sorten mit echt sardischer Note.

Die beste Eiscreme auf Sardinien (und eine der besten in Italien) macht, laut dem Gourmetmagazin Gambero Rosso, Fabrizio Fenu. Schon zum dritten Mal in Folge ist der 40-jährige für seine Eiskreationen im Gambero Rosso-Führer „Gelaterie d’Italia 2019“ mit der höchsten Bewertung, drei Hörnchen, ausgezeichnet worden. Fenu hat sich mit dem Eis aus seiner Bar Central in Marrubiu und seinem mobilen Eisstand schon seit Jahren in der kulinarischen Welt der Insel und darüber hinaus einen Namen gemacht. Die neuerliche Auszeichnung bekam er, kurz nachdem er mit seiner Frau Maurizia in Cagliari seine neue Eisdiele und Konditorei (gelateria-pasticceria) „I Fenu“ eröffnet hatte.

Der stolze Preisträger.

In der Begründung für die drei Hörnchen heißt es: „Fenu experimentiert mit Kombinationen von Zutaten, die auf den ersten Blick manchmal sehr gewagt erscheinen. Aber das Ergebnis ist immer ein Eis auf höchstem Niveau.” Beispiele dafür sind ein Pecorino-Eis mit karamellisierten Birnen und Sulla-Honig, mit dem er 2014 den Preis für den besten Eismacher Italiens gewann, und ein Eis mit Bottarga und kandiertem Sellerie, das beim Amsterdamer Gelato-Festival sehr erfolgreich war.

Eine der besonders beliebten
Eissorten von Fabrizio Fenu
ist Pecorino mit Birne
und Sulla-Honig.

Die beiden Beispiele zeigen sein Prinzip, sardische Produkte aus ihrem Zusammenhang zu nehmen und in die süße Welt des Speiseeises einzubringen. Keine Halbfabrikate, Emulgatoren, synthetische Inhaltsstoffe oder künstliche Aromen einzusetzen, ist Fenu sehr wichtig – genauso wie die Verwendungen von Zutaten, die möglichst aus seiner sardischen Heimat stammen.

Fabrizio Fenu war auch
auf vielen kulinarischen
Events in Sardinien mit
seinem mobilen Eis-Laden
zu finden.

Schon Fenus Eltern hatten eine Bar in Marrubiu. Sein Vater machte dort selbst Eiscreme. Als dieser 2008 starb, übernahm Fabrizio die Bar und das Eismachen, bildete sich aber zunächst weiter, indem er die Kunst des Eismachens sorgfältig studierte und zahlreiche Kurse bei berühmten Eismachern besuchte. Der Erfolg seiner Bar Central in Marrubiu und die vielen Auszeichnungen zeigten dann, dass er den richtigen Weg eingeschlagen hatte.

Nun hat es ihn aus dem provinziellen Marrubiu nach Cagliari gezogen, wo er mit “I Fenu'” die kulinarische Szene der sardischen Hauptstadt bereichert. In seiner neuen Eisdiele stellt er sein Eis in einer offenen Werkstatt her. So will er den Kunden höchstmögliche Transparenz demonstrieren. Man soll sehen können, wie er arbeitet und welche Zutaten er verwendet – vom Safran aus San Gavino bis zum Vernaccia vom kleinen Weingut Orro in Tramatza.

Logo der neuen Eisdiele in Cagliari

Die Geschmacksrichtungen der Eissorten entsprechen der Philosophie von Fenu. Sie sollen möglichst den „Geschmack Sardiniens” deutlich werden lassen. Selbst wenn er Eis-Klassiker anbietet, sollen sardische Produkte dominieren. Beim “Fior di latte“ zum Beispiel verwendet er Rohmilch von einem Bauernhof seines Vertrauens und pasteurisiert die Milch nur einmal kurz, um ihre geschmacklichen Eigenschaften weitgehend zu erhalten. Ein anderes Beispiel für einen Klassiker auf sardische Art ist sein „Tiramisu“, das bei den Fenus mit Savoiardi-Keksen aus eigener Herstellung und frisch aufgebrühtem Mocca zubereitet wird. Und zu dem anstelle von Marsala der sardische Süßwein „Anghelu Ruju” gegeben wird. 

“Seine” Seite im neuen Führer
“Gelaterie Italiane” präsentiert
Fabrizio Fenu stolz auf
seiner FB-Seite.

Das Aushängeschild des prämierten Eismachers sind jedoch weiterhin die oben erwähnten „gewagten“ Geschmackskombinationen. So hat er auch schon ein Olivenöl-Eis gemacht und in seiner Eisdiele mit einem Kompott aus Mandarinen und Zitruspfeffer serviert.

Kontakt: I Fenu – Gelateria e Pasticceria, Piazza Galileo Galilei 35, Cagliari, Tel.: 349 323 1477

https://www.facebook.com/iFenuGelateriaPasticceria/

Text: Hans-Peter Bröckerhoff , Bilder: FB-Seite “I Fenu”


 

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